Hellen

Status: Fertig & beim Verleger


Diese Geschichte fließt in die Geschichte "Reise der Hüterin" ein. Hellen wird Dajana und Marius ihre Geschichte erzählen und dann selber durch die Sternenkugel reisen. Sie hat ebenfalls eine Bestimmung und kennt ihre Aufgabe. Endlich kann sie ihre Bestimmung erfüllen und sie freut sich, als erste seit langem ihren Heimatplaneten verlassen zu dürfen.


Die Geschichte selber wurde angefangen zu schreiben, und hatte anfangs keinen Bezug zur Sage der 3 Galaxien, erst als ich anfing, Reise der Hüterin zu schreiben, kam mir der Gedanke, dass dieser Charakter und seine Geschichte sehr gut hier herinpasst und natürlich können Dajana und Marius nicht alle Aufgaben übernehmen. ;-)


Hier etwas von dem Originaltext


Hellen wachte schweißnass auf uns rang nach Luft. Schon wieder so ein Traum! Sie spielten sich immer gleich ab. Hellen lag mit offenen Augen auf ihrem durchwühlten Bett und starrte durch die Dunkelheit an die Decke. Ihr Sternenhimmel leuchtete noch ganz schwach, demzufolge hatte sie noch nicht lange geschlafen. Ihr Wecker bestätigte ihr dann, dass es kurz nach Mitternacht war. Na super, jetzt würde sie sich die ganze Nacht über wieder hin und her wälzen ohne richtig zu schlafen. Wenn diese Träume doch bloß aufhören würden!
Sie schloss die Augen und holte sich die Bilder noch einmal hervor, sie war nicht in ihrer Stadt, sie war nicht auf ihrem Kontinent, sie war noch nicht einmal auf ihrem Hermothes! Noch dazu war sie unter Wasser, was natürlich jedes Mal dazu führte, dass sie panische Angst bekam zu ersticken. Was sollten diese Träume bedeuten? Bisher waren es immer nur Bruchstücke, zusammenhanglose Bilder ohne Sinn und Zweck. Doch wenn die reinen Bilder sie schon so ängstigten, war wäre dann erst, wenn sich eine Geschichte formte?
Hellen stand leise stöhnend auf und schlich über den Flur, der Boden fühlte sich kalt an und als sie Bad das Licht anmachte blickte sie in ihr entsetzlich weißes Gesicht. „Du siehst scheiße aus“ sprach sie zu ihrem Spiegelbild und zog eine Grimasse. Anschließend sah sie zu, dass sie so leise wie möglich wieder in ihr warmes Bett kam ohne ihre Geschwister aufzuwecken.
Sie rollte sich zusammen und steckte die Enden der Bettdecke unter sich. Ihre kalten Füße wurden wärmer und das Zittern ließ etwas nach. Der Traum geriet schon wieder in Vergessenheit, Nebel legte sich über die Bilder und Hellen merkte nicht, wie sie einschlief. Nur um dann Stunden später von den selben Bilder wieder hochzuschrecken!
Diesmal legte sie sich nicht wieder hin, sondern sie schlüpfte in ihre gefütterten Hausschuhe, streifte sich ihren Morgenmantel über und ging in die Küche. Das Feuer im Ofen war über die Nacht ausgegangen und sie entfachte es von neuen, so dass sie heißes Wasser für einen Tee hatte. Wärmend hielt sie ihre Hände vor das Feuer und spürte die Hitze. Kalt war es in ihrem Träumen immer. Was war das für eine Gegend, in der es fast nur Wasser gab? Manchmal befand sie sich in einem Gebäude, wo das Wasser ihr bis zur Hüfte stand oder sie schwamm zwischen kleinen Inseln. Ab und zu hatte sie aber auch kein land um sich herum und dann tauchte sie meistens unter. Es wurde noch kälter, sie bekam Panik, ihre Luft wurde knapp und eine unsichtbare Kraft schien sie noch tiefer zu ziehen.
Hellen schüttelte sich leicht, verscheuchte die Gedanken und übergoss ihren Teebeutel mit kochendem Wasser. Dann setzte sie sich in die Ecke der Sitzbank, zog ihre Beine an und lehnte den Kopf gegen die gekalkte Wand. Langsam breitete sich die Wärme vom Kaminofen aus und schon bald würden ihre Geschwister und ihre Eltern aufwachen. Solange genoss Hellen aber noch die morgendliche Ruhe und ihren heißen Tee.
Entgegen aller ihrer Erwartungen tapste ihr Vater als erster in die Küche und schaute sie verwundert an. Sie lächelte über den Tassenrand hinweg und nickte schweigsam. Ihr Vater kratzte sich am Kopf und brühte sich anschließend einen Kaffee auf. Hellen hätte gewettet, das ihr kleiner nervender Bruder als erster in die Küche kommen würde, nun diese Wetter hätte sie verloren.
„Du siehst so aus, als wenn du schlecht schlafen würdest“ meinte ihr Vater und blickte sich über den Tisch hinweg besorgt an. Hellen lächelte müde und nahm langsam einen weiteren Schluck von ihrem heißen Tee. Die Frage ihres Vaters blieb unbeantwortet, denn das jüngste Mitglied der Familie kam in die Küche gerannt und sprang freudig an Harm hoch. „Papa! Papa!“ rief Christos freudig aus und Harm schaffte es nur knapp nichts von dem Kaffee in seiner Tasse zu verschütten. Schon war Christos auf seinen Schoß geklettert und kuschelte sich an ihn. Hellen lächelte und war ausnahmsweise mal froh, ihre kleine Nervensäge von Bruder zu sehen. So musste sie nicht antworten.

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